Die Geschichte des Wangener Schachclubs

Ein historischer Werdegang

1922-30

Im Mai 1922 wurde infolge einer Annonce in der damaligen örtlichen Tageszeitung Argen-Bote, mehrheitlich von Arbeitern der Baumwollspinnerei, der „Arbeiterschachverein Wangen im Allgäu“ gegründet. Jedoch spürte der junge Verein schon bald die Folgen der Weltwirtschaftskrise und der Wegzug einiger Spieler führte schließlich 1930 zur Auflösung des Vereins.

1933-39

Im Frühjahr 1933 wurde der Verein unter dem Namen „Schachclub Wangen im Allgäu“ wieder ins Leben gerufen. In den folgenden Jahren konnte der Verein durch das Engagement des Spielleiters Karl Mahle einige regionale Erfolge feiern und erlebte einen ständigen Zulauf neuer Mitglieder.

1945-46

Der Einzug der alliierten Truppen in unsere Stadt, setzte dem Vereinsleben vorläufig ein Ende. Glücklicherweise konnte man bereits im Juli des folgenden Jahres eine Genehmigung der französischen Besatzungsmacht, zur Neugründung des Vereins erlangen.

1948

Zwei Jahre später wurde schließlich die erste Vereinsmeisterschaft ausgetragen, bei der Emil Joseph Diemer als erster Vereinsmeister der Nachkriegsgeschichte, in die Annalen des Schachclubs einging.

1952

Beim Osterturnier 1952 nahm auch Großmeister Bogoljubow teil und gab eine Simultanvorstellung an 28 Brettern, von denen er 22 gewinnen konnte.

1959-60

Die erste Mannschaft wurde 1959 Sieger der Landesliga und stieg in die Oberliga auf. Im folgenden Jahr gewann Maria Scheffold die Deutsche Damenmeisterschaft.

1965

Der Schachclub Wangen wurde Schauplatz der Deutschen Damenmeisterschaft, die von der zehnfachen Hessischen Meisterin Ottilie Stibaner aus Frankfurt gewonnen wurde.

1967-81

Der Zeitraum war geprägt vom Auf und Ab, der dadurch scherzhaft genannten Wangener „Fahrstuhlmannschaft“, zwischen Bezirksklasse und Landesliga. 1981 wurde ein Freundschaftsspiel gegen eine Schachauswahl unserer französischen Partnerstadt La Garenne-Colombes ausgetragen, das in einem friedlichen Remis endete.